"Keine Chance auf Wiederaufnahme des Verfahrens!" - Kinderseelenschützer ziehen sich zurück!

Kinderseelenschützer e.V.

Postfach 10 06 02

44706 Bochum

Vereinssitz: Amtsgericht Bochum

Registernummer: VR 5045


Vorstand:

Dennis Engelmann (1.Vorsitzender)

Sigrun Panzo Rafael (2. Vorsitzende)

Luca Elias Förster (1.stellvertretender Vorsitzender)



Offizielle Stellungnahme des Vereins Kinderseelenschützer e.V. zum Fall Noel aus Berlin Neukölln


Sehr geehrte Damen und Herren,


hiermit informieren wir euch offiziell darüber, dass wir uns aus dem Fall "Noel" zurückziehen und unsere Arbeit in diesem Fall weitestgehend einstellen werden. Nachdem wir unsere Entscheidung der Mutter mitgeteilt haben, wurde uns die Legitimation entzogen die von uns geplanten Schritte noch durchzuführen und zu Ende zu führen. Den Wunsch der Mutter akzeptieren wir selbstverständlich. Wir möchten euch gerne die Gründe unserer Entscheidung darlegen.


Wir haben uns seit September diesen Jahres im Fall "Noel" engagiert und sind dabei über Grenzen hinausgegangen. Wir haben uns in die Aktenlage eingelesen und wir haben den Fall öffentlich gemacht! Wir haben uns von außen Unterstützung geholt und wir haben alles in unserer Macht stehende getan, um dem Jungen zu helfen. Jetzt sind wir allerdings an einem Punkt angekommen, an dem es für uns nicht mehr weitergeht und wir auch öffentlich von dem Fall Abstand nehmen werden und müssen.


Wir haben unserer Community mitgeteilt, dass wir mit dem Rechtsanwalt Arne Michels unser bestes Pferd ins Rennen schicken. Der Rechtsanwalt hat sich in den Fall eingearbeitet und kommt zur Einschätzung, dass es keine Aussicht auf Erfolg gibt, dass man das Verfahren wieder aufrollen kann, da es derzeit keine neuen Beweise und klaren Indizien gibt, die eine Wiederaufnahme des Verfahrens begründen könnten. Außerdem sieht er auch nach intensiver Einarbeitung keine gravierenden Verfahrensfehler. Unterm Strich sieht er keine Erfolgschance. Dieser Einschätzung folgen wir, da wir keine Behörde und keine Juristen sind.


Hinzu kommt, dass die eingebrachten Beweisstücke der Mutter nicht belastbar sind und zwar weil zum Beispiel die Gutachten auf Aktenlage und den Aussagen der Mutter beruhen. Das kriminaltechnische Prüflabor Pilz, welches in dem Fall ein Gutachten erstellt hat, sichern eigentlich Einbruchsspuren und haben nichts mit der Erstellung von Gutachten im Bereich des sexuellen Missbrauchs von Kindern zu tun. Das Gutachten der Kinderärztin ist auch ein Gutachten, welches auf Aktenlage basiert und auch sie hat den Jungen nie zu Gesicht bekommen.


Die Staatsanwaltschaft Berlin hat uns heute mitgeteilt, dass sie von einem Ermittlungsverfahren gegen Falko Liecke absieht, da es keine Anhaltspunkte einer Straftat geben würde. Dennoch halten wir an unseren Behauptungen fest, dass Herr Liecke potentielle Kinderschänder deckt. Das wird dann vor Gericht verhandelt werden müssen. Inwiefern eine Beschwerde gegen die Verfahrenseinstellung Sinn macht, besprechen wir gerade mit unseren Anwälten.


Die Presse schweigt komplett - aber wir haben zwei intensive Gespräche mit der RTL Mediengruppe und dem SWR geführt, die uns ihre Beweggründe erläutert haben. In den Augen der Medien gibt es zu viele Ungereimtheiten und sie halten die Mutter nicht für besonders glaubwürdig und können der Mutter deswegen keine Plattform geben. Unser Anwalt kam ja zu einem ähnlichen Ergebnis, dass die Aktenlage sich nicht mit den Vorwürfen der Mutter deckt. Unterm Strich bleibt bzw. blieb aber eine Berichterstattung aus.


Die Zusammenarbeit mit der Mutter hat sich immer wieder als etwas problematisch dargestellt. Wir haben Verständnis für ihre Situation und dass sie psychisch mittlerweile sehr angeschlagen und labil wirkt. Wir haben zu keinem Zeitpunkt damit argumentiert, dass Noel aus dem Haushalt des Kindesvaters rauskommt, um bei der Mutter unterzukommen, da wir dafür keine Garantie geben können, dass er dort besser aufgehoben ist. Das müssen Experten entscheiden. Unsere Grundhaltung hat immer wieder zu internen Auseinandersetzungen mit der Mutter geführt, die wir aber ausgehalten haben und immer versucht haben zu klären - ohne von unserer Grundhaltung abzuweichen: PRO KIND und nicht pro Kindesmutter oder Kindesvater!


Zusammenfassend kann man sagen, dass wir aufgrund der derzeitigen Aktenlage, sowie der Beweis- und Indzienlage im Fall "Noel" nicht mehr weiterkommen. Der Anwalt ist zu einem klaren Ergebnis gekommen, die Staatsanwaltschaft hinsichtlich des Herrn Liecke auch - ebenso die Medien, die sich zum Teil ausgiebig mit dem Fall beschäftigt haben.


Die eingesammelten Gelder über die Fundraising Aktion werden wir zurückhalten und dann an den Anwalt überweisen, der sich den Fall zukünftig eventuell annimmt. Es wird also keine Überweisung an eine Privatperson erfolgen und nur gegen Rechnung. Selbstverständlich werden wir die Zahlungsbelege entsprechend zum gegebenen Zeitpunkt veröffentlichen.


Unterm Strich ist es uns nicht gelungen dem Jungen zu helfen - sein Weg wurde damals durch gravierende Behördenfehler bestimmt! Fakt ist, dass der Junge niemals hätte beim Vater unterkommen dürfen, sondern im Zweifel in einer geeigneten Pflegestelle oder bei einer Pflegefamilie - oder bei der Mutter hätte bleiben sollen, wenn es das Beste für den Jungen war - ABER niemals hätte er beim Vater unterkommen dürfen. Eine Kindeswohlgefährdung war zum damaligen Zeitpunkt definitiv gegeben und bleibt bis heute im Raum - allerdings werden wir das erst erfahren, wenn sich der Junge eines Tages selber dazu äußert.


Wir können der Mutter und dem Jungen nur alles erdenklich Gute wünschen und dass die Mutter zeitnah wieder Umgangsrecht hat und ihren Sohn wiedersehen kann. Noel wünschen wir viel Kraft und wir versprechen ihm, dass wir für ihn da sein werden, wenn er uns eines Tages mal brauchen sollte.


Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zu dem Fall Noel zukünftig nicht weiter öffentlich äußern werden.


Mit freundlichen Grüßen


Dennis Engelmann

1. Vorstandsvorsitzender Kinderseelenschützer e.V.



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