Kundgebung in Münster: Um was geht es den Akteuren im Kinderschutz wirklich?

Mit großer Verwunderung haben die beiden Vereine Kinderseelenschützer und Deutsches Kinderschutz-Forum an der gestrigen Veranstaltung teilgenommen.

Verwunderung darüber, wie wenig die Möglichkeiten in einer Stadt wie Münster genutzt worden sind, in der ein weiterer Missbrauchsskandal aufgedeckt worden ist.

Erschreckend wenig Besucher!

Sind Presse und Rundfunk der Stadt Münster nicht ausreichend informiert worden? Wurde ihnen die Problematik dieses Missbrauchsfalls nicht deutlich genug vor Augen geführt?

Wurde wieder eine Chance vertan, endlich die Öffentlichkeit für dieses Thema zu aktivieren? Wurden keine Gespräche vorab mit den Politikern der Stadt gesucht?

Wer hatte die Verantwortung für diese Veranstaltung?

Fragen über Fragen, wichtige Vereine des Kinderschutzes hatten ihr Kommen zugesagt und waren anwesend, vom Bodensee bis Berlin.

Es ging hier nicht darum, den Vereinen eine Plattform zu bieten - sich darzustellen.

Es ging hier nicht darum sich zu profilieren, nein, es ging vielmehr darum ein Zeichen zu setzen in einer Stadt die einen unglaublichen Fall von Kindesmissbrauch zu verzeichnen hat. Führende Vereine des Kinderschutzes sollten gemeinsam Vorort sein und Betroffenen und Interessierten eine Anlaufstelle bieten, um mit dieser Situation umzugehen.

Gemeinsam, alle zusammen haben wir die Möglichkeit etwas zu bewegen, gemeinsam ein Zeichen setzen, gemeinsam unseren Kindern eine besser Zukunft geben.

Stattdessen bekam jeder die Gelegenheit sich darzustellen, seine Sichtweisen, seine Vorstellungen. Das funktioniert bei einem solchen Thema leider nicht, denn es spaltet uns. Wir empfinden das, was da gestern passiert ist, als sehr schade, denn wir haben alle das gleiche Ziel, der Schutz unserer Kinder!

Wer ist besser? Wer macht die bessere Arbeit? Welche Arbeit ist die wertvollere? Wer hat die besten Kontakte? Wer kennt die wichtigsten Menschen?

Diese Art, für diese Sache zu kämpfen, gibt es schon seit Jahrzehnten!

Wohin hat sie uns geführt - was hat sie gebracht?! – Lügde, Staufen, Bergisch Gladbach und Münster sind die Zeugen und Beweise für das kollektive Versagen dieser Vorgehensweise!

Ein großes Highlight dieser Veranstaltung war es, die Betroffenen zu hören, die ihre unglaublichen Geschichten erzählt haben von Missbrauch und Demütigung.

Auch aus den Reihen der Kinderseelenschützer hat eine junge Frau, Seluja, diesen für sie völlig neuen Schritt gewagt an die Öffentlichkeit zu treten. Das ist ein Anfang, mutig die Tatsachen nach außen zu tragen, Präsens zu zeigen und das Tabuthema Kindesmissbrauch endlich an die Öffentlichkeit zu bringen.

Die Vereine Kinderseelenschützer e.V. und Deutsches Kinderschutz-Forum e.V. haben gestern eine unmissverständliche Botschaft aus dieser Veranstaltung mitgenommen:

Tut etwas, tut es schnell und präzise, helft und macht es mit einer Allianz derer die bereit sind gemeinsam zu handeln!

Wir werden handeln und wir werden es mit denen tun die gemeinsam dieses Ziel erreichen wollen.

Allerdings haben wir auch eine für uns sehr wichtige Erkenntnis mitgenommen:

Wir werden unsere Arbeit nicht mit denjenigen tun, die dieses Thema dazu nutzen, sich in den Vordergrund zu stellen, sich zu profilieren, andere zu diffamieren und deren Arbeit schlecht da stehen zu lassen.

Respekt, Toleranz und Verständnis sind unsere Grundsätze und die wollen wir auch leben!

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