Pressemitteilung zum Missbrauchsskandal in Berlin: Warum hilft keiner dem kleinen Noel?

Aktualisiert: Sept 29

In der vergangenen Woche wurde der Verein Kinderseelenschützer über einen Missbrauchsskandal in Berlin informiert. Konkret geht es um den heute 10 Jahre alten Noel - der laut dem Verein vorliegenden Informationen seit Juli 2014 sexuell missbraucht wird. Trotz ärztlicher und weiterer Gutachten und der Zeugenaussage des Jungen im Oktober 2014 wurde das Ermittlungsverfahren gegen den Kindesvater eingestellt und der Junge mittlerweile dauerhaft in den Haushalt des Kindesvaters untergebracht. Die Kindesmutter darf ihren Sohn seit zehn Monaten gar nicht mehr sehen. Der Verein Kinderseelenschützer bereitet derzeit Strafanzeigen gegen die Verantwortlichen der Stadt und des Jugendamts in Berlin Neukölln vor.


Noel (Name geändert) ist gerade mal zehn Jahre alt und möchte nicht mehr leben, so zumindest berichtete es die Kindesmutter von Noel dem Vorsitzenden Dennis Engelmann. Seit dieser Aussage im November 2019 hat die Kindesmutter gar keinen Kontakt mehr zu ihrem Sohn. Aber was muss passiert sein, dass ein 10-jähriger Junge äußert nicht mehr leben zu wollen? In den letzten Tagen haben die Verantwortlichen der Kinderseelenschützer stundenlang Akten und Schreiben studiert und telefoniert. Es folgt eine Übersicht der Erkenntnisse, die als gesichert gelten:


Am 17.07.2014 hat die Kindesmutter von Noel Strafanzeige gegen den Kindesvater von Noel gestellt. Der Vorwurf wiegt schwer: Schwerer sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen (§176a StGB). Der Missbrauchsverdacht kam auf, als der kleine Noel (damals vier Jahre alt) mit analen Verletzungen nach einem Umgangswochenende (12. und 13.07.2014) beim Kindesvater nach Hause (zur Mutter) kam. (Info: Die Kindeseltern haben sich 2010 kurz nach der Geburt von Noel getrennt.) Am 13.10.2014 wurde Noel von einer Psychologin und einer Polizistin vernommen. Die Psychologin war allerdings nur eine Viertelstunde bei der Vernehmung dabei. Während dieser Aussage wurde Noel von seiner damaligen Opferanwältin begleitet. Während dieser Vernehmung - die nicht kindgerecht war -, hat der Junge klar geäußert, dass der Vater ihn haut, den Finger in seinen Po steckt, von hinten umklammert und er den "Puller" des Vaters lutschen muss. Der Vater stritt die Vorwürfe ab und weil dem Jungen nicht geglaubt wurde, wurde das Ermittlungsverfahren am 10.11.2014 eingestellt (§170 Abs. 2 StPO).


Dem Verein Kinderseelenschützer liegen eine Vielzahl an Beweisen vor, die eindeutig belegen, dass der Junge sexuell missbraucht wurde und nur der Vater des Jungen in Frage kommt. Zum Vater sei noch gesagt, dass er seit 2012 wegen Kinderpornografie-Delikten vorbestraft und auch Wiederholungstäter ist und auch auf Portalen angemeldet war, auf denen Kinderpornografie vertrieben wird. Der Kollege des Vaters wurde zu einer Haftstrafe von 7,5 Jahren wegen Kinderpornografie-Delikten verurteilt. Jetzt aber zu den Beweisen: Dem Verein liegt ein Schreiben der Charite Berlin vom 21.01.2015 vor. Hier heißt wortwörtlich: "Zusammenfassend gehen wir davon aus, dass Noel schon über einen längeren Zeitraum sexuell missbraucht worden ist. Insofern muss davon ausgegangen werden, dass die psychische Symptomatik mit dem Traumata im Zusammenhang steht. ... Wir empfehlen aufgrund der Schwere der Symptomatik und der instabilen häuslichen Situation eine stationäre kinder- und jugendpsychiatrische Behandlung."


Am 16.06.2015 hat die Opferanwältin des Jungen ihr Mandat niedergelegt, da sie "trotz vorgelegter Vollmacht und der Teilnahme der Unterzeichnerin an der mündlichen Verhandlung nicht am Verfahren beteiligt" wurde. Man wollte sie partout nicht aussagen lassen, wie sie die Vernehmung des Jungen im Oktober 2014 wahrgenommen hat.

Am 26.05.2015 hat das Familiengericht in Berlin dem Kindesvater das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht zugespochen. Dem Verein Kinderseelenschützer liegt ein Schreiben der Krankenkasse des Jungen vor, welches belegt, dass Leistungen aufgrund von sexuellem Missbrauch von Noel abgerechnet wurden.

Im November 2015 wurde der Vater wegen der Misshandlung von Schutzbefohlenen angezeigt - Verfahren wurde ebenfalls eingestellt!


Weiter liegt dem Verein ein Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen aus Zwickau vom 26.05.2016 vor. In dem Gutachten heißt es: "Der Unterzeichnende kommt nach Aktenlage zu dem Schluss, dass das minderjährige Kind Noel aus dem Umfeld des KV SOFORT herauszunehmen ist, da es Anhaltspunkte dafür gibt, dass der KV - und nur dieser - für den Missbrauch in Frage kommt, denn die Auffälligkeiten bei Noel werden zunehmend mehr und das Kind lebt im Haushalt des KV. Zudem stellt der unterzeichnende SV fest, dass das Jugendamt in der Angelegenheit voll und ganz versagt hat und die Folgen für das minderjährige Kind - zumindest seit der Unterbringung im Haushalt des KV - dem Versagen des Jugendamtes zuzuschreiben sind."


Am 05.04.2017 erstattete ein Polizist der Berliner Polizei über die Onlinewache der Polizei Strafanzeige gegen den Kindesvater wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen. Er ließ der Polizei einen Stick mit Audiodateien des Jungen und o.g. Schriftstücke zukommen. Das Verfahren wurde ebenfalls eingestellt. Des Weiteren haben der damalige Kindergarten und die Schule zahlreiche Gefahrenmeldungen an das Jugendamt abegeben, die letzte der Mutter bekannte Gefahrenmeldung war im September 2019 - diese blieben ebenfalls ohne Ergebnis. Im Dezember 2019 hat die Deutsche Kinderhilfe - die ständige Kindervertretung e.V. (Rainer Becker) in Kooperation mit dem Verein Nein, lass das! e.V. (Josefine Barbaric) ein Schreiben an den Präsidenten des Amtsgerichts Berlin Tempelhof- Kreuzberg Dr. Christian Kunz versendet. Dieses Schreiben umfasste unter anderem 65 Fragen und klare Hinweise einer schwerwiegenden Kindeswohlgefährdung mit sofortigem Handlungsbedarf! Das Schreiben blieb bis heute unbeantwortet!


Ende Februar diesen Jahres stellte die Rechtsanwältin Brümmer (Anwältin der Mutter) Strafanzeigen gegen das Jugendamt Berlin Neulkölln wegen unterlassener Hilfeleistung und eine Strafanzeige wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs gegen unbekannt. Die Strafanzeigen blieben bis heute ebenfalls unbeantwortet!


Dem Verein liegt zudem noch ein Schreiben des Berzirkstadtrats von Berlin Neukölln Falko Liecke (CDU) vom 02.07.2020 vor. In diesem Schreiben heißt es unter anderem "... Eine kinderpsychiatrische Diagnostik 2015 konnte den Vorwurf des Missbrauchs nicht bestätigen. Ein Strafverfahren ist nicht eröffnet worden. Auch spätere Begutachtungen des Jungen in verschiedenen Gerichtsverfahren und Jugendhilfemaßnahmen haben keinen Hinweis auf ein Missbrauchsgeschehen des Jungen ergeben." Das Schreiben des Herrn Lieckes enthält offensichtlich lauter Lügen. Außerdem stellt er sich vor seine Behördenmitarbeiter, indem er schreibt, dass "eine Verletzung der Dienstaufsicht nicht festgestellt werden kann" und seine Mitarbeiter stets nach dem Kindeswohl handeln. Herr Liecke sollte umgehend von seinen Ämtern zurücktreten!


Bis heute lebt Noel im Haushalt des Vaters und ist seit sechs Jahren dieser Hölle ausgesetzt!


Bitte helft Noel und untertützt uns!


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Dennis Engelmann (1.Vorsitzender Kinderseelenschützer)

0234 - 95801433

0177 - 6947582

dennis.engelmann@kinderseelenschuetzer.de





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