Pressemitteilung zum Verdacht des gewerbsmäßigen Kinderhandels im Saarland

Der Verein Kinderseelenschützer e.V. hat am 14.06.2020, in enger Zusammenarbeit mit dem Verein Fight & Soul e.V., Strafanzeige und Strafantrag wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Kinderhandel, bei der Bundesanwaltschaft und der Staatsanwaltschaft Saarbrücken gestellt.


Außerdem hat der Verein Strafanzeige und Strafantrag wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch und Entziehung Minderjähriger durch Amtspersonen gegen das Jugendamt Völklingen gestellt. Hinzu kommt noch eine Strafanzeige und ein Strafantrag gegen die Polizei Saarlouis wegen des Verdachts auf Strafvereitelung im Amt.


"Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse haben wir uns, um den Sachverhalt juristisch einordnen zu können, mit Rechtsexperten ausgetauscht. Das Ergebnis dieser Gespräche war, dass ein begründeter Anfangsverdacht hinsichtlich unserer oben genannten Vorwürfe besteht. Wir wissen, dass die Vorwürfe sehr schwerwiegend sind und ausgiebige Ermittlungen nach sich ziehen werden. Dennoch haben wir uns dazu entschieden juristische Schritte einzuleiten. Denn wenn man eines durch die Meldungen aus den letzten Wochen und Monaten gelernt haben sollte, dann ist es das, dass selbst das vermeintlich Unmöglichste möglich ist," sagt Dennis Engelmann, 1. Vorsitzender des Vereins Kinderseelenschützer e.V. mit Sitz in Bochum.


Der Fall "Leon" aus Völklingen hat vor wenigen Wochen deutschlandweit für Aufregung gesorgt, wenn man sich die Zahlen auf der Facebookseite des Vereins zur Meldung über den vermeintlichen Tod des 4 Monate alten Leon (veröffentlicht am 25.05.2020) anschaut: Bis zum 15.06.2020 wurde der Beitrag ca. 482.000 Mal gelesen und ca. 4.400 Mal geteilt.


Das Kind Leon soll nach vorliegenden Angaben angeblich wenige Wochen nach einer Inobhutnahme am sogenannten plötzlichen Kindstod in einer vom Jugendamt Völklingen beauftragten Pflegefamilie gestorben sein.


Es liegen uns Screenshots vor, die hierbei auf einen "Komplott" zwischen einer Pflegemutter bzw. 2 Pflegefamilien und dem Jugendamt Völklingen hindeuten. Über die Richtigkeit der Screenshots liegen mittlerweile eidesstattliche Versicherungen von den Absendern vor.


Eine beschuldigte Pflegemutter (welche angeblich eine sehr gehobene Position in einer Volksbank im Saarland inne hat) hat anscheinend einer dritten Person gegenüber geäußert, dass sie einen "Komplott" mit dem Jugendamt geschmiedet habe und dass das Kind, welches sie vor kurzem zur Pflege aufgenommen hat, somit nicht mehr zurück zur leiblichen Mutter kommt.


Gemäß den uns vorliegenden Informationen, ist das Kind Leon vom Jugendamt in einer anderen Familie untergebracht worden als vom Jugendamt angegeben wurde. Es sind somit 2 Pflegefamilien involviert. Familie 1 in der Leon nur angeblich untergebracht worden ist und in der ein anderes Kind verstorben zu sein scheint ist. Familie 2 in der Leon anscheinend tatsächlich untergebracht worden ist und in der Leon anscheinend gar nicht verstorben ist sondern noch lebt.


Es wird momentan entsprechend davon ausgegangen, dass nicht der 4 Monate alte Leon verstorben ist, sondern ein anderes Kind.


Der zeitliche Ablauf:


04.01.2020 Geburtsdatum von Leon


TT.MM.JJJJ Das Geburtsdatum des 2. Kindes ist unbekannt


20.04.2020 Inobhutnahme des Kindes Leon aus zweifelhaften oder vorgeschobenen Gründen. Vertauschung der Adressdaten der beiden Kinder, da die Inobhutnahme eventuell inkorrekt war und eventuell die Rückabwicklung der Inobhutnahme verhindert werden sollte.


24.05.2020 Die Kindesmutter von Leon ist von der Polizei darüber unterrichtet worden, dass angeblich ihr Sohn Leon verstorben sei.


25.05.2020 Für dieses Datum war bei einer Fachanwältin für Familienrecht schon ein Termin vorgesehen um gegen das Jugendamt Völklingen vorzugehen.

Diesem Termin ist die angebliche Todesmeldung vorweg gekommen.


26.05.2020  Die Kindesmutter, hat im Beisein des Vorsitzenden des Verein Fight & Soul e.V. Clauß-Theisohn (Zeuge), eine Anzeige bei der Polizei Saarlouis gegen das zuständige Jugendamt gestellt. Diese Strafanzeige wurde der Mutter überraschenderweise dreimalig von der diensthabenden Polizistin verwehrt mit der Begründung, dass die Beamtin diese Strafanzeige nicht aufnehmen dürfe.


27.05.2020 Die Mutter hat ihren vermeintlich toten Sohn beim Bestatter kurz sehen dürfen.


Obwohl die Kindesmutter zuerst bestätigt hatte, dass die Leiche ihr Sohn Leon sein könnte, kamen im weiteren Verlauf Zweifel auf, ob es sich tatsächlich um Leon handelt. Die Kindesmutter gibt an ernsthafte Zweifel zu haben, ob es sich bei dem toten Baby tatsächlich um ihren Sohn handelt. Neben weiteren äußerlichen Merkmalen hat insbesondere die Tatsache stutzig gemacht, dass der Junge, den sie beim Bestatter gesehen hatte, laut Polizei, eine etwa zwei Monate alte Kopfverletzung aufwies. Das Kind Leon hatte jedoch bekanntlich gar keine Kopfverletzung.


Es wird momentan davon ausgegangen, dass ein anderes bzw. das falsche Kind als tot gemeldet worden ist und der Mutter gezeigt worden ist. D.h. ein Tausch der Kinder mit anschließendem Vertuschungsversuch erfolgt ist. Das Jugendamt und die 2 Pflegefamilien sind möglicherweise aktiv in diesen Vorgang verwickelt.


Sehr untypisch ist zudem die vom Jugendamt in Auftrag gegebene übereilte Einäscherung für den 28.05.20.


Der Tausch der 2 Kinder und die anschließende Täuschung deutet eventuell auf weitergehende Interessen hin.


Ob hier eventuell Geldzahlungen für eine verdeckte Adoption geflossen sind oder andere noch weitergehende Interessen an Kindern bestehen, ist unverzüglich zu ermitteln.


Die Identität des anonymen zweiten und tatsächlich verstorbenen Kindes, das zudem eine Kopfverletzung aufwies ist zudem zu ermitteln.


Bei beiden Kindern wurde anscheinend die gleiche Herkunft bzw. Vorgeschichte in den Akten vermerkt, sogar mit den gleichen Namen und dem gleichen Alter. Es gibt Vermutungen, das zweite Kind könne aus einer Babyklappe stammen.


Eventuell wurden gezielt falsche Namen und falsche Adressen der Pflegefamilien genannt.




Ansprechpartner:


Für allgemeine Rechtsfragen:


HMK Rechtsanwälte - Rechtsanwalt Arne Michels - 0234 54281088

Zum Sachverhalt:


Dennis Engelmann 1. Vorsitzender Kinderseelenschützer e.V. - 01776947582

Sascha Clauß-Theisohn 1. Vorsitzender Fight & Soul e.V. - 01522 9376444

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